Meist wird mit der "Hauruck-Methode"
vergesellschaftet. Ist normalerweise problemlos und erspart den
Meerschweinchen weiteres Alleinsein:
- Der Stall des alteingesessenen Meerschweinchen wird
gesäubert und nach Möglichkeit neu eingerichtet. Häuschen mit nur einem
Eingang sind ungeeignet, da dort für das flüchtende Schweinchen in die
Enge getrieben werden, nicht ausweichen kann. Wird ein
Baby-Meerschweinchen zugesetzt, ist eine Röhre, in das nur das Kleine
hinein paßt von Vorteil. So kann es sich den anfänglichen Nachstellungen
des "alten" entziehen.
- Futter (Heu, Gemüse-Stückchen, etwas Gras, frische
Knabberäste etc.) in Stall und Auslauf in kleinen Portionen an
verschiedenen Stellen verteilt sorgt für die nötige Ablenkung.
Gequieke, Rennerei und evtl. Aufreiten ist anfangs
völlig normal, legt sich jedoch bald. Auch gelegentliches Zähneklappern
und mit aufgerissenem Mäulchen drohen ist kein Grund zur Beunruhigung.
Wenn die Meerschweinchen jedoch beginnen sich ernsthaft zu bekämpfen
(richtiges Verbeißen, fliegende Haarbüschel) müssen sie sofort wieder
getrennt werden. Dies kann bei erwachsenen Meerschweinchen passieren,
meist nur zwischen geschlechtsreifen Böcken, sehr selten zwischen Weibchen
bzw. Weibchen und Bock. Bei den letzten beiden Fällen muß die
Vergesellschaftung etwas behutsamer vorgenommen werden (Beschreibung wie
folgt). Geraten jedoch zwei erwachsene Böcke derart aneinander, haben
weitere Versuche kaum Sinn
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Ist also das eine Meerschweinchen
etwas schwierig dem anderen gegenüber
(ständiges Jagen und Zähneklappern ohne Unterlaß), geht man folgendermaßen
vor:
- Zunächst wird die/der Neue einmal in einen eigenen
Stall, allerdings Gitter an Gitter neben den "alten" untergebracht. Das
gibt dem neuen Mitbewohner zum einen die Möglichkeit, sich in Ruhe an
die neue Umgebung zu gewöhnen, zum anderen können die beiden schon
einmal Nasenkontakt zueinander aufnehmen.
- Der nächste Schritt ist der Käfig-Tausch. "Trixi"
bzw. "Don Juan" wird in den neuen Stall, das neue Meerschweinchen in den
alten Stall gesetzt. Die Streu wird zu dieser Gelegenheit nicht
erneuert. So können sich beide mit den Geruch des anderen vertraut
machen.
- Am folgenden Tag wird der gemeinsame Auslauf
eingerichtet: diverse Hindernisse (dicke Äste, Kartons mit mind. zwei
Öffnungen etc.) und Leckerchen an verschiedenen Stellen. Die Ställe
bleiben geöffnet, so daß die Schweinchen nach Belieben in den
eigenen/fremden Stall ein und aus gehen können.

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