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Stallhygiene |
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Wie
häufig und womit?
Neben der regelmäßigen Fütterung ist
natürlich auch eine regelmäßige Reinigung des Meerschweinchen-Behausung
wichtig. Je nach Größe des Stalles und Besatzdichte, kann das Misten
zwischen 2x pro Woche oder längstens (!) alle 10 Tage (bei wenig Schweinen
mit viel Platzangebot) notwendig werden.
Um die gebrauchte Einstreu aus großen und
schweren Ställe auszuräumen, leisten
Handfeger und Kehrschaufel gute Dienste. Einfach die
Streu mit dem Schaufel ausheben, in einen großen
Plastiksack oder Eimer geben. Die verbliebene Streu
ausfegen. Anschließend Stall (Boden, Wände) und Einrichtungsgegenstände
(Häuschen, Raufe etc.) mit heißem Wasser +
einem Schuss Essigreiniger und einem
Topfschwämmchen gründlich säubern.
Hängematten, Kuschelröhren und ähnliche Sachen gut ausschütteln, von
anhaftender Streu befreien und gründlich Waschen.
Nach Abtrocknen des Stalls wird frisch
eingestreut, eingerichtet, frisches Heu und Wasser eingefüllt.
Tipp am Rande:
Am besten gewöhnt man sich feste Tage und Zeiten an.
Bei mehreren Ställen ist es einfacher die Misttage auf verschiedene Tage
zu legen und nicht alles in einer großen Hauruck-Aktion zu erledigen zu
wollen. So erspart man sich stundenlanges Schrubben, was auf die Dauer nun
nicht unbedingt den Spaß bringt. Lieber öfter mal eine halbe Stunde. Ist
schnell zwischendurch erledigt und fällt arbeitstechnisch kaum ins
Gewicht.
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Und wohin
mit dem ganzen Mist?

Für die Entsorgung des
gebrauchten Einstreu gibt es verschiedene Möglichkeiten:
-
hauseigene Tonne (Bio- oder
Restmüll, von Stadt/Gemeinde zu Stadt/Gemeinde verschieden geregelt)
-
hauseigener Komposthaufen
-
Restmüll-/Wertstoffanlage
-
Misthaufen von
Bauern-/Reiterhöfen (nach Absprache natürlich)
Nicht zu vergessen:
In der Regel stellt auch die Entsorgung der verschmutzen Streu einen
festen Kostenposten in der Meerschweinchen-Haltung dar, ebenso wie der
Neukauf oder die Futterbeschaffung.

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Einstreuarten: Die Qual der Wahl? |
- Klumpstreu (Katzenstreu)
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Gänzlich
ungeeignet, sogar lebensgefährlich!
Gefressene Streu klumpt im Magen, woran das Meerschweinchen elendig zugrunde
gehen kann!
Nicht kompostierbar -> gehört in den Restmüll.
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- Heu
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Als Einstreu völlig ungeeignet,
da es schlecht aufsaugt und schnell zu müffeln beginnt.
Heu ist Futtermittel, keine Einstreu.
Läßt sich gut kompostieren.
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- Stroh
o

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Als alleinige Einstreu
ungeeignet, da es schlecht aufsaugt und schnell zu müffeln beginnt.
Gut als Überstreu. Lässt sich gut kompostieren.
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Als alleinige Einstreu
ungeeignet, da es schlecht aufsaugt und schnell zu müffeln beginnt. Durch
die Kleinfasrigkeit ziemlich "krümelintensiv".
Gut in Kombination mit anderen Einstreuarten.
Lässt sich gut kompostieren.
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- Hanfstreu
+

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Als alleinige Einstreu
ungeeignet, da es schlecht aufsaugt und schnell zu müffeln beginnt. Nicht so
krümelig wie Lein, außerdem weniger Streuvolumen als bei Lein nötig.
Gut in Kombination mit anderen Einstreuarten.
Lässt sich gut kompostieren.
Nachtrag: Da sich seit Gebrauch der Hanfstreu
bei mir Probleme mit Entzündungen/Abszesse im Maulbereich (vorwiegend
die Nagezähne betreffend) gemehrt haben, benutze ich diese Streu nicht
mehr. Ich vermute zumindest ein Teil der Entzündungen rührte daher, dass sich
die Meerschweine bei der Nahrungsaufnahme Streu in das Zahnfleisch gespießt
haben.
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- Strohstreu
++

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Als alleinige Einstreu
brauchbar. Saugt schlechter als Holzstreu, aber besser als Hanfstreu z.B..
Beginnt leider schnell zu müffeln. Deutlicher Strohgeruch auch im frischen
Zustand, kann als störend empfunden werden.
Lässt sich sehr gut kompostieren.
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- Holzstreu
(Kleintierstreu
/Pferdestreu) ++

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Gute Saug-Eigenschaften, staubt
allerdings teils ganz unglaublich (auch die sog "staubfreie" Streu).
Lässt sich schlecht kompostieren. |
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Als alleinige Einstreu wenig
geeignet (da sehr große Brocken, hart und rutschig), jedoch hervorragende
Saugeigenschaften. Guter Geruchsbinder, jedoch nicht ganz so gut wie
Holzpellets. In Kombination mit anderen
Einstreuarten sehr gut geeignet und gering im Verbrauch.
Lässt sich sehr gut kompostieren.
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- Holzpellets
++
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Als alleinige Einstreu bedingt
geeignet (da sehr hart und rutschig), jedoch hervorragende
Saugeigenschaften. Guter Geruchsbinder. In Kombination mit anderen
Einstreuarten hervorragend geeignet und gering im Verbrauch.
Lässt sich kompostieren.
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| Zeichenerklärung:
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völlig ungeeignet / o
ungeeignet /
+ bedingt geeignet /
++ gut /
+++ sehr gut |
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Geeignete
Streu-Kombinationen: |
- Holz-/Strohpellets
+ Holzstreu
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Holz- bzw. Strohpellets und Holzstreu
mischen.
Saugt gut und bindet sehr gut Geruch. Staubt allerdings. Schlecht
kompostierbar.
Tipp: Die Holzpellets als dünne Lage
über das Holzstreu verteilen.
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- Holzpellets +
Hanf-/Leinstreu
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Zuunterst einen dünne Lage
Holzpellets, darüber eine Schicht Hanf-/Leinstreu.
Das Hanf/Lein leitet den Urin weitgehend nach unten, wo er dann von den
Pellets aufgesaugt wird.
Geruchsarm, gut kompostierbar, geringes Mistvolumen (v.a. mit Hanf).
Tipp: Bei dieser Kombination die Holzpellets am besten als dünne Lage
unter das Hanf/Lein einbringen.
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- Holzpellets +
Holz-/Hanf-/Leinstreu
+ Stroh
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Optisch angenehm (die Böhnchen
rutschen in die unteren Schichten) und für die Schweine besonders
interessant, ist eine abschließende Lage aus weichem Stroh.
Es muss allerdings darauf geachtet werden, dass keine nassen Stellen im Stroh
entstehen, da es dann schnell zu gammeln/müffeln anfängt.
Verringert ein wenig das Hinausfallen/-werfen von Streu durch sprintende
Meerschweine.
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Anmerkung:
Die Kombi-Empfehlung beruht auf eigene Erfahrung. Was
man letztendlich für sich selbst als beste Lösung empfindet, liegt in der
Natur des Einzelnen. |