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Grundausstattung
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ein zweites Meerschweinchen

Das soziale Gruppentier Meerschweinchen
sollte
niemals einzeln gehalten
werden. Die Mindest-Gruppengröße muss zwei Meerschweinchen umfassen.
Gleichgeschlechtliche Gruppen (Mädels oder Böcke), Pärchenhaltung (Mädel und Kastrat),
sowie gemischtgeschlechtliche Gruppen sind gleichermaßen möglich.
Unkastrierte Böcke dürfen nicht
wahllos und schon gar nicht auf Dauer mit ebenfalls unkastrierten Damen
zusammen gehalten werden. Dies führt zu zielloser Vermehrung, die in
erster Linie den Weibchen schadet.
Bei Zucht-Absichten muss sich der Besitzer unbedingt in Vorfeld schon
Gedanken über den Verbleib der Jungtiere, ausreichend Platz, erhöhte
Tierarzt-, Streu- und Futterkosten etc. machen. Ganz wichtig ist es, sich
vorher genauestens über die Zucht zu informieren! Speziell über die
Zuchtreife des Weibchens (nicht zu verwechseln mit der Geschlechtsreife)
und -eignung (Gesundheit, Alter, Vererbung letaler Gene) beider
Elterntiere. Ganz egal ob mehrere oder auch nur ein einziger Wurf geplant
sind! Andernfalls geht man ein hohes Risiko ein, sowohl das Weibchen als
auch die Jungtiere zu verlieren.
Ein Kaninchen ist kein Ersatz für
einen Artgenossen. Weder Körper- noch Lautsprache von Meerschweinchen und
Kaninchen, zwei völlig artfremde Tiere, stimmen überein. Das führt
im besten Fall zu einem gelangweilten Nebeneinander, im schlimmsten Fall
zu schweren Verletzungen oder gar dem Tod eines der beiden Tiere (meist
des Meerschweinchens, da Kaninchen wesentlich wehrhafter sind).
Man sollte sich daher zu Gunsten der Tiere entscheiden und den eigenen
"Sammeltrieb" hinten anstellen, sofern nicht die Möglichkeit besteht,
beiden Tierarten je einen Artgenossen sowie eigene Ställe zu bieten.
Mehr zum Thema:
Gruppen-Konstellation,
Vorgehensweise
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Käfig/Gehege
Die Mindestgrundfläche eines Schweinekäfigs
für 2 Schweinchen beträgt etwa 120 cm x 60 cm.
Wobei auch hier größeres nicht nur für die Tiere eine Bereicherung ist!
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Futternapf

Als Futternapf sind
glasierte Tonuntersetzter
aus dem
Gartenmarkt gut geeignet. Sind schön, günstig, leicht zu säubern, Meerschwein
kommt gut ans Futter und sie kippeln nicht allzu leicht.
Der Napf sollte täglich gereinigt werden.
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Tränke

Hier gibt es drei Möglichkeiten:
- eine
hochrandiger Napf oder eine
hochrandige Schale
(evtl. zum Einhängen an Gitter oder Stallwand),
- eine
Nippeltränke (am besten mit
kugellosem Trinkröhrchen) oder
- eine
Vogeltränke (für Käfigvögel wie
Wellensittich oder Papagei)
Jede der drei Möglichkeiten hat ihre Vor- und Nachteile.
Egal für welche Lösung man sich jedoch
letztendlich entscheidet: die Schale/Tränke muß täglich gereinigt und mit
frischen Wasser befüllt werden!
Offene Schalen verdrecken in der Enge eines Stalles leicht. Daher entweder
erhöht stellen oder hängen.
Nippeltränken nehmen im Stall kaum Platz weg, das Wasser kann nicht so
leicht versaut werden (es gibt allerdings Spezialisten, die solche Tränken
zur Mundspülung nutzen ...) .
Ich bevorzuge kugellose Tränken, deren Metallröhrchen leicht schräg nach
unten weisen. In (Schweine-) Nasen-Höhe aufgehängt, können die Tiere ohne
Verrenkungen trinken. Die kugellosen Röhrchen lassen sich zudem leichter
reinigen.
Sicherlich eine gute Lösung sind auch Vogeltränken. Gewissermaßen eine
Mischung aus Schale und Nippeltränke: die offene Wasserfläche der Schale
und die Platz sparenden Eigenschaften der Nippeltränke.
Tipps zur Reinigung:
Zur gründlichen Reinigung der Wasserbehälter von
Nippel- und Vogeltränken einfach Klopapier, etwas Sand oder trockenen Reis
in die Flasche geben, zur Hälfte mit heißem Wasser befüllen und kräftig
schütteln. So werden auch unzugängliche Ecken gründlich gereinigt und
hartnäckiger Algenbefall entfernt. Für die tägliche Reinigung leisten
Flaschen- und Zahnbürsten gute Dienste. Trinkröhrchen (kugellose) lassen
sich leicht mit Wattestäbchen und heißem Wasser säubern.
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Raufe
Heu kann in einer herkömmlichen
Gitter-Raufe angeboten werden. Dabei
besteht allerdings ein gewisses Verletzungsrisiko. Es gibt Fälle, wobei
sich Schweine schon daran erheblich verletzt oder gar erhängt haben.
Eine Alternative sind
Plastik-Heuraufen,
die außen an den Stall angebracht werden können. Ist allerdings recht
krümelintensiv, auch kommen die Schweinchen nicht so gut an das Heu heran.
Ich persönlich gebe das Heu (sehr zur Freude der Schweine) teils direkt
auf den Stallboden. Gefuttert wird sowieso nur unverschmutztes Heu, der
Rest bindet die Einstreu (Holzspäne -> mit darunter gemischtem Heu
verkrümelt die nähere Umgebung nicht ganz so stark).
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Unterschlupf

Häuschen, Röhren und/oder ein einfacher
Unterstand sind unverzichtbare
Einrichtungsgegenstände, damit sie die Schweinchen wohl fühlen.
Zum einen wird der sonst eintönige Stall etwas strukturiert, zum anderen
ist Deckung für das Sicherheitsempfinden des Fluchttieres Meerschweinchen
ausgesprochen wichtig.
Unterschlupfe, egal welche Art, dürfen keine Sackgassen sein. So sollte
ein Häuschen oder eine Röhre statt nur einer, zwei Öffnungen haben, so daß
auch bei Streitigkeiten der Schweine untereinander, keines in die Enge
getrieben werden kann.
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Transportbox
Für den Transport eines Schweinchens z.B.
zum Tierarzt ist der Käfig gänzlich ungeeignet. Im Zoohandel gibt es
ausreichend Auswahl an
Transportboxen.
Eine Alternative ist eine normale
Einkauf-Klappbox (v.a. in der warmen
Jahreszeit praktisch, da besser belüftet) . Obenauf eine weitere (zusammen
geklappte) Box als Deckel mit einem Spanner festzurren.
Die Boxen legt man besser mit in ein Handtuch oder Stoffbeutel gewickelten
dicken Zeitungslage aus. Streu ist nicht so geeignet, da es nicht so gut
Feuchtigkeit aufsaugt, rutschig ist und eine dicke Krümelspur von A nach B
hinterlässt.
Heu bindet man mit einer dicken Schnur zu einem festen Bündel und legt es
mit in die Box. Gurke und/oder Apfel ersetzen während des Transports den
Wassernapf. So bleibt die Umgebung während des Transport sauber und
trocken und Schwein hat, was es braucht.
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